Mobile Endgeräte: Unterwegs sicher arbeiten

Smartphones und Tablets sind ein wichtiger Teil der Geschäftswelt. Auch Mitarbeiter von Bundeswehr und Ministerien benötigen mobile Endgeräte, mit denen sie von unterwegs auf Unternehmensdaten zugreifen können. Welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gibt, weiß Matthias Lenz, Leiter Mobility Services bei der BWI.

Am Flughafen kurz vor dem Boarding noch einmal über das Tablet berufliche Mails checken oder auf Kontaktdaten von Geschäftspartnern zugreifen. Unternehmen und Organisationen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihren Beschäftigten mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen, die nicht nur viele Funktionen bieten, sondern vor allem sicher sind.

Denn was zunächst einmal banal klingt, stellt für Unternehmen und Organisationen einen Spagat dar: „Zwischen der Erwartungshaltung der Mitarbeiter hinsichtlich der modernen Funktionen, die ein Endgerät aufweisen soll. Und den sicherheitstechnischen Auflagen, die man als Unternehmen beachten muss, um den Schutz der Daten zu gewährleisten“, sagt Matthias Lenz, Leiter Mobility Services bei der BWI.

Datenschutz und Datensicherheit

Bei Smartphones oder Tablets fehlt die Kontrolle über die Geräte, die bei einem abgeschlossenen Arbeitsplatz automatisch gegeben ist: Sie können verloren gehen und in unerlaubte Hände gelangen. „Damit entstehen neue Risiken. Daten können so zum Beispiel abwandern und auf anderen Geräten gelesen werden“, erklärt Lenz. Je nach Unternehmen und Organisation liegen dem auch unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse zugrunde. So arbeiten Ministerien, verglichen mit „normalen“ Unternehmen wie zum Beispiel der BWI, mit Daten, die in einem anderen Maße schützenswert sind – und je nach amtlicher Geheimhaltungsstufe auch unter Verschluss gehalten werden müssen.

Agilität vs. Sicherheit

Zugunsten der Sicherheit der Daten müssen Nutzer auf allzu umfassende Funktionalitäten ihres mobilen Endgeräts verzichten. „Bei der BWI können Mitarbeiter mit ihren Geräten Businessfunktionen nutzen, darunter Email, Kontakte und Kalender. „Über eine Blacklist definiert die BWI Apps und Funktionen, die nicht verwendet werden können – beispielsweise der ungeschützte Zugriff auf Dokumente und Laufwerke oder den Messenger WhatsApp.“ Denn über ihn könnten zum Beispiel im schlimmsten Fall interne Daten abgegriffen werden.

„Das Smartphone speichert Firmendaten in einem speziell verschlüsselten ‚Container‘.“

Matthias Lenz

Für den Fall eines Geräteverlusts gilt es, spezielle Maßnahmen zu treffen. „Dazu gehören in jedem Fall die Sperrung durch einen PIN-Code, sowie eine zentrale Sperrung und Datenlöschung aus der Ferne. Außerdem dürfen Mitarbeiter ihre Geräte nur mit Freigabe im Ausland nutzen“, sagt Lenz. „Daten, die nicht mit ins Ausland genommen werden dürfen, müssen vorher sicher gelöscht werden.“

Unternehmensdaten im Container

Ein weiteres Risiko birgt die Vermischung von privaten und betrieblichen Daten. „Ob Mitarbeiter ihr Gerät auch privat nutzen dürfen, ist eine Frage der Unternehmensphilosophie“, so Lenz. „Viele Unternehmen schließen das strikt aus. Die BWI hingegen setzt auf den Schutz der Daten durch einen isolierten ‚Container‘ auf dem Smartphone.“ Das bedeutet: Auf dem Smartphone findet sich ein verschlüsselter eigenständiger Bereich für die Unternehmensdaten. Er verhindert, dass Daten abwandern oder manipuliert werden können.

Matthias Lenz ist Leiter Mobility Services bei der BWI GmbH.

Sicherheitslösung für die Bundeswehr kommt 2018

Das besondere Sicherheitsbedürfnis der einzelnen Kunden steht im Fokus des Enterprise Mobility Managements von BWI. Es kann unabhängig vom Betriebssystem installiert werden und ermöglicht es, sicherheitskritische Daten zu bearbeiten und auszutauschen. Die Sprach- und Datenverarbeitung entspricht den Auflagen, die vom BSI freigegeben wurden. „2018 stellen wir solch eine Lösung für die Bundeswehr bereit. Sie ist skalierbar für bis zu 100.000 Endgeräte und verschiedene Sicherheitsstufen. Damit kann sie in das Bundeswehr-Arbeitsumfeld integriert werden“, sagt Lenz. Neben der Bundeswehr bietet sich die App auch für andere Organisationen und Ministerien an. „Wir können die Lösung genau an die Bedürfnisse des Kunden anpassen.“

Foto: © TONG4130/shutterstock
Porträtfoto: © BWI

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