„In einer digitalen Arbeitskultur muss der Teamspirit stimmen“

Vom Projektleiter zum Director: Mit dem Aufstieg auf der Karriereleiter tritt Christian Balzer ein Stück weit in den Hintergrund. Als Program Director ist er nicht mehr in der operativen Umsetzung von Projekten beim Kunden vor Ort. Stattdessen entwickelt er die Strategie für eine digitale Arbeitsplatzkultur und den Einsatz von Groupware, trägt die Verantwortung für die Projekterfolge und sieht sich ganz nebenbei auch als Dienstleister seines Teams.

„Wenn ich morgens ins Büro komme, räume ich erstmal die Spülmaschine aus“, lacht Christian Balzer. „Ich sehe das als ein Symbol der Gemeinschaft. Jeder bei uns im Team sorgt dafür, dass die anderen sich wohl fühlen und gut arbeiten können. Da ich meist zuerst da bin, ist die Spülmaschine mein Steckenpferd.“

"Wer hätte je gedacht, dass ich als ehemaliger Zivildienstleistender mal bei der BWI arbeite. Aber: Es ist genau das Richtige für mich! Seit Anfang 2016 bin ich bei der BWI und wurde letztes Jahr zum Program Director befördert."

Den Teamspirit genießt er besonders bei seinem Arbeitgeber. „Die BWI gibt seinen Mitarbeitern das Gefühl, wertgeschätzt zu werden“, sagt Balzer. Das liegt an Kleinigkeiten wie dem modernen Arbeitsumfeld, aber auch an den Entwicklungsmöglichkeiten für jeden einzelnen Mitarbeiter. Auf dem Weg zur agilen Arbeitsweise achten Führungskräfte vor allem darauf, dass ihr Team eigenständig und selbstverantwortlich arbeitet. Der Blick über den Tellerrand ist ausdrücklich erwünscht.

Wie arbeiten Menschen am besten zusammen?

Balzer genießt es, in einem breiten Themenfeld zu arbeiten. Das vielfältige Thema Groupware – also die Unterstützung der Zusammenarbeit in einer Gruppe über zeitliche und/oder räumliche Distanz hinweg – ist genau das Richtige für ihn. „Ich habe Wirtschafts-Ingenieurwesen studiert und interessierte mich schon damals dafür, wie Menschen am besten zusammenarbeiten und welche Software ihnen dabei hilft“, sagt Balzer. Während des Studiums gründete er mit Kommilitonen ein IT-Beratungsunternehmen, das unter anderem Groupware-Schulungen für Großunternehmen durchführte. Seinen Einstieg in die Projektleitung machte er bei PricewaterhouseCoopers (PwC) und blieb in dieser Profession auch, als das Beratungshaus von IBM aufgekauft wurde. Groupware blieb der rote Faden in Balzers Karriere. „Das Thema ist heute wichtiger denn je. Die meisten unserer Kunden sind gerade im Umbruch“, sagt er. „Sie sind auf dem Weg zu einer digitalen Arbeitsplatzkultur: Projekte werden schneller, Mitarbeiter arbeiten nicht mehr in Abteilungen, sondern in Projektteams. In diesem Umfeld muss die Zusammenarbeit stimmen – durch die richtigen Prozesse, aber auch durch eine agile Art der Kommunikation.“

„Bei der BWI habe ich ein Aufgabengebiet gefunden, das meiner Persönlichkeit am besten entspricht.“

"Reden, kommunizieren, vermitteln: Das mache ich am liebsten – und habe als Programm Director im Bereich Groupware meine größte Leidenschaft zum Beruf gemacht. Wie arbeiten Menschen am besten zusammen? Was macht ein gutes Team aus? Diesen Fragen gehe ich jeden Tag nach."
"Unsere Branche ist so spannend wie mein Hobby: Track-Days mit meiner Lotus Elise. Selbst wenn man immer denselben Kreis fährt, ist jede Kurve neu. Kann man den Bremspunkt noch weiter vor die Kurve legen oder besser nicht? Manchmal muss man das Risiko eingehen – auch wenn das bedeutet, aus der Komfortzone zu treten."

In seiner jetzigen Tätigkeit entwickelt er für seine Kunden Strategien zur besseren Zusammenarbeit. Dazu gehören nicht nur die richtigen Technologien, sondern auch neue Prozesse, formelle und informelle Weiterbildungsmaßnahmen und vor allem eine neue Zusammenarbeitskultur.

Von Rückschlägen und Fortschritten

Als schönste Herausforderung in seinem Beruf sieht Balzer den Umgang mit Menschen: Es macht ihm großen Spaß, aus unterschiedlichen Charakteren ein leistungsstarkes Team zusammenzustellen, zu überlegen, wer mit wem am besten kooperiert, um so auch schwierige Projekte zu meistern. Doch es gab durchaus Zeiten, in denen er daran zweifelte, später mal eine Führungsrolle einzunehmen: „Vor einigen Jahren, in einem anderen Unternehmen, wurde ich für eine Stelle mit Personalverantwortung vorgeschlagen – am Ende aber nicht genommen“, erinnert sich Balzer. „Damals war das zunächst ein Rückschlag. Heute bin ich an dem damaligen Karriereziel längst vorbeigeschossen und stellte fest: Ja, für eine Führungsrolle im damaligen Unternehmen war ich tatsächlich ungeeignet. Die geforderte streng hierarchische Führung wie das in diesem Unternehmen gewesen wäre, liegt mir nicht. Ich befürworte die Förderung der Eigenmotivation gepaart mit entsprechendem Fachwissen gerade bei Team- und Abteilungsleitern. Nur das zahlt sich langfristig aus.“

„Alles ist ein Kreis – mit ganz vielen Kurven.“

Von seinen Mitarbeitern fordert er, dass sie auch mal ganz offen nach dem Sinn hinter ihren Aufgaben fragen. So entstehen neue Ideen. „Ich selbst bin eher ein Generalist, befasse mich gerne mit vielen Themen. Zu viel Routine blockiert mich“, sagt Balzer. „Bei der BWI habe ich das Aufgabengebiet gefunden, das meiner Persönlichkeit am besten entspricht.“ Doch wie passt das Verlangen nach Abwechslung mit seinem Hobby, dem Rennfahren, zusammen? „Eine Rennstrecke ist nur auf den ersten Blick bei jeder Runde gleich“, erklärt Balzer. „Die Herausforderung ist es, auch nach der 10. Runde nicht in den Flow zu kommen. Selbst wenn man vermeintlich immer denselben Kreis abfährt, ist jede Kurve neu. Man muss immer aufmerksam bleiben. Mal trifft man die Ideallinie und den perfekten Bremspunkt, mal nicht – und schon verhält sich alles ganz anders. Ähnlich ist es im Berufsleben: Auch wenn ich immer wieder mit Groupware zu tun habe, so ist es doch immer anders.“

Titelfoto sowie Artikelbilder 1 und 2: © Christoph Schulz
Foto 3 (Lotus Elise): © privat

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